Meine persönliche Geschichte

Diagnose Brustkrebs

Engel hatten schon immer eine Bedeutung in meinem Leben und Spiritualität hatte sich immer richtig angefühlt.

 

Trotzdem habe ich mir immer gewünscht, ich könnte die Form meiner Spiritualität, „das Hören der Engel“ erklären, mich erklären. In unserer Welt, in der nur das einen Wert hat, was auf dem Zertifikat oder Schein steht. Ich war auf keiner Schule, die mir meine Fähigkeiten, mit Engeln zu sprechen, bescheinigt hätte. Ich hatte Angst, so wie ich bin nicht richtig zu sein.

 

Ich habe sehr viel mit Angst gelebt. Angst, nicht gut genug zu sein, Angst, in Konflikte zu geraten. Angst, eine schlechte Mutter zu sein, Angst vorm Leben. Das hat sich auf der Körperebene in Form einer Neurodermitits geäußert. Später kam dann eine Gallenerkrankung dazu, auch das übrigens eine Form von unterdrückten Emotionen.

 

Von der Medizin fühlte ich mich im Stich gelassen. Ich habe immer wieder nach Lösungsansätzen in mir gesucht und dabei bin ich auf den Zusammenhang von Körperspannung und den inneren Bilder gestoßen. Ich habe herausgefunden, dass Erkrankungen ihre eigenen inneren Bilder in sich tragen. Und dass die inneren Bilder mit Emotionen geladen sind. Meist sind das Emotionen aus Situationen, die lang zurückliegen. Diese Emotionen wollen gesehen und angenommen werden. Der Atem transformiert dann alles.

 

Mit dieser Methode und mit der Führung meines Engels hatte ich meine Neurodermitis gut im Griff. Über die Jahre habe ich meine Methode immer weiter verfeinert und es war Zeit, mich mit meinem Wissen zu zeigen. Eine liebe Freundin hat mich dann bei dem Schritt unterstützt, den Heilpraktiker zu machen. Doch dieser Schritt war ein enormer Stress für mich, da war etwas in der Tiefe, eine unbewusste Angst, die es mir unglaublich schwer machte, mich fortzubewegen. 10 Tage vor der schriftlichen Prüfung tastete ich einen Knoten, Brustkrebs! Ich habe die

schriftliche Prüfung trotzdem gemacht und bestanden. Und heute weiss ich dass mich diese Erkrankung auf einer sehr tiefen Ebene gesegnet hat. Denn sie hat mir beigebracht, mich mit meinen tiefsten Urängsten auseinander zu setzen.


Hier siehst du mich bei einer meditativen Bewegungsabfolge. Klicke die Bilder an, um sie zu vergrößern.

Die klärende Meditation

In der Nacht vor dem Staging (da wird man auf Metastasen untersucht) hatte ich Todesangst. Ich konnte nicht schlafen. Ich war bereit, ich rief meinen Engel und bat um eine klärende Meditation, ich wollte wissen was ich zu lernen hatte. Ich sah mich auf einem Feld stehen, die eine Seite war das Geistige, die Engel etc., die andere Seite war das Leben hier auf der Erde. Ich stand mit dem Rücken zum Leben. Etwas tief in mir wusste sofort, dass ich so schon immer gestanden hatte.

 

Ich wusste auch, dass ich jetzt wählen musste. Ich entschied mich, mich umzudrehen zum Leben. Die Entscheidung brachte auch den Willen mit, sich mit allem, was Angst macht, auseinander zu setzen. Bisher war ich gut darin gewesen, meine Welten zu trennen und mich weitgehend aus den Dingen rauszuhalten, die mich sehr gefordert haben.

Die Arbeit an mir

Das war also mein stärkster Impuls, ich wollte nicht wirklich hier auf der Erde sein, das war mir alles zu brutal, ich hatte Angst vor den Menschen. Ich brauchte, so hart das klingt, die Todesangst, um meine Angst hier als Seele unterzugehen, zu überwinden.

 

Es ist Fakt, dass wir unsere Welt mit unseren Gedanken, Gefühlen und Taten erschaffen. Ich kann das wirklich aus eigener Erfahrung sagen. Dabei geht es nicht darum, zu flüchten, ganz im Gegenteil, es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, sich dem Leben zu stellen.

 

Als Akutherapie habe ich mich für die Chemotherapie entschieden, ich weiß dass das paradox klingt nach allem, was ich hier geschrieben habe. Aber, und das ist meine Erfahrung, so ein Ereignis haut einen erst einmal völlig aus den Schuhen. Ich wusste instinktiv, dass diese Arbeit an mir Zeit braucht, ich habe mir diese Zeit, in Form einer Chemotherapie geschenkt. Das mag sich komisch anhören, aber ich wollte nicht noch den Druck auf mich laden, alles selbst lösen zu müssen. Ich habe mich hier auch psychoonkologisch und homöopathisch begleiten lassen. Ich

bin kein Freund von "Es gibt nur eine Lösung". Jedoch war es für mich unausweichlich, mich mit der Seelensprache meines Körpers auseinander zu setzen.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht: 

Bevor du etwas heilen kannst, musst du lernen, dich so anzuerkennen, wie du bist.

Du musst den Dingen Raum geben, die du auf keinen Fall spüren möchtest, um dann zu lernen, dass die Vergebung - und damit die Liebe - die größte HEILKRAFT besitzt.